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Amor

Hey
Ich hab heute etwas für euch, das nennt sich One-Shot, kurz OS. Es lässt sich am ehesten mit einer Kurzgeschichte vergleichen, denn auch er hat weder Einleitung, noch Schlussteil.
Wenn ihr Bock habt, könnt ihr mir einen Kommentar oder einen Gästebucheintrag oder eine Mail dalassen, je nach dem, was euch mehr zusagt
Mit ganz vielen freundlichen Grüßen, Jessy

Bei der Musik, die mir entgegenschlug, hätte ich gedacht, meine Schwester vollführte ein paar tollkühne Bewegung, die nur schwer an Tanzen erinnerten, so wie sie es immer tat, wenn sie sich auspowerte und das Gefühl hatte, unbeobachtet zu sein. Stattdessen stand Angelina, die von allen nur Lina genannt wurde, mitten im Raum. Und nur wenige Schritte entfernt stand ein KerlHallo?! Seit wann hatte sie denn einen Typen? Noch dazu so einen scharfen? Und woher kannte sie ihn? Ich jedenfalls hatte ihn noch nie gesehen.
Obwohl mein leicht verdatterter Gesichtsausdruck mich wahrscheinlich schon verriet, brachte ich einigermaßen cool heraus: "Nanu, hab ich da was verpasst?" Ich legte einen fragenden Blick auf.
"Milly!", rief Lina erschrocken aus. Mein Vorname war wie der meiner Schwester so extravagant, dass er sich für den täglichen Sprachgebrauch nicht eignete. Ich meine `Amelie`? Was hatte sich meine Mutter dabei nur gedacht?
Na ja, auf jeden Fall wurde ich von Freunden und in der Familie nur Milly genannt. War mir recht.
"Es ist nicht das, wonach es aussieht", beeilte sich meine Schwester zu sagen. Was für ein Klischee! Diesen Satz kannte ich nur aus schlechten Soaps und gerade wenn er gesagt wurde, war es, wie es aussah. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen und meine Mischmasch-Mine, bestehend aus einem Viertel Neugier und drei Vierteln Desinteresse beibehalten. "Wer ist das?", fragte ich, Schloss die Tür und lehnte mich mit verschränkten Armen dagegen.
Der blonde Typ war hübsch und gut einen Kopf größer als Lina und ich. Okay, es war nicht sonderlich schwer, größer als wir zu sein, wir waren konkurrenzlos die Kleinsten unseres Jahrgangs mit beeindruckenden hundertzweiundfünfzig Zentimetern.
Der, dessen Name ich immer noch nicht kannte, hatte ein eher jungenhaftes Gesicht, obwohl man ihm ansah, dass er etwa in unserem Alter war. Und wie schon erwähnt: er war scharf. Unter seinem T-Shirt deuteten sich Muskeln an und seine Augen waren von einem mega intensiven Blau, aber das Verwirrendste an ihm war, dass er so stark erschien, und trotzdem den Blick nicht von Lina reißen konnte.
"Das ist Lysander", meinte sie schließlich verunsichert. Während sie eigentlich mit mir reden sollte, warf sie diesem Lysander die ganze Zeit undefinierbare blicke zu. Als würde er sie verunsichern, aber zugleich ihren Rettungsring darstellen.
"Und was ist daran jetzt nicht so, wie es aussieht?", wollte ich genervt wissen. Es war so was von offensichtlich, dass die beiden was miteinander hatten. Ich fragte mich, warum Lina es abstritt, mir machte das nichts aus.
Sie schien meine Gedanken zu erraten und beeilte sich zu erklären: "Lysander ist anders als wir. Er ist nicht wirklich von hier... was ich sagen will... er ist Amor." Ihre Stimme und die Art, wie sie es sagte, klang weder überzeugend, noch überzeugt. So als wäre sie selbst nicht so sicher, ob sie die Wahrheit sagte.
Irgendwie musste Lina mir meine Zweifel angesehen haben, oder sie kannte mich einfach viel zu gut, denn sie beließ es nicht dabei. "Du glaubst mir nicht? Dann... Dein Date ist scheiße gelaufen, weil er wieder nur von diesem Mädchen geredet hat."
Es war nicht sonderlich beeindruckend, dass sie das wusste. Ich hatte ihr erzählt, dass unsere Freundin Gina schon wieder ein Date mit diesem Sam für mich organisiert hatte, und dass es nicht so lief, wie die sich das vorstellte, hatten sowohl Lina als auch ich schon die letzten Male mitbekommen. Deshalb antwortete ich gelassen "Das war abzusehen. Er steht einfach nicht auf mich." In Wirklichkeit traf mich das viel mehr als ich zugeben wollte, und das Gina es unbedingt wollte, machte es auch nicht besser.
"Aber ich weiß, wer es tut", warf Lina schnell ein. Das kam unerwartet.
Und Lysander schien das genauso zu sehen. "Angel", sagte er warnend. Für ein paar Sekunden war ich viel zu verblüfft von seiner ungewöhnlich tiefen Stimme, um mich darüber wundern zu können, warum er meine Schwester Angel nannte. Niemand nannte meine Schwester Angel! Das war echt seltsam.
Lysanders alarmierter Blick lag auf Lina, während seine perfekt geformten Lippen Worte formten. "Du kennst die Regeln."
Keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte, aber sie schien es zu wissen. Sie sah ihn wieder mit diesem undefinierbaren Blick an, und ich wurde mir immer sicherer, dass zwischen den beiden was lief.
"Wie lange seid ihr schon zusammen?", fragte ich provozierend und zeigte mit dem Zeigefinger abwechselnd auf sie und ihn.
"Milly!", rief meine Schwester verzweifelt aus. "Ich hab dir doch schon gesagt, es ist nicht, wie es aussieht!" Es war schon fast ein Flehen, ihr doch bitte glauben zu schenken.
"Okay, und was macht er dann hier?", gab ich nach.
Lina antwortete sofort, nur leider nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte. "Es ist kompliziert... und eigentlich hab ich dir schon viel zu viel erzählt... versprich mir bitte, dass du Mom nichts davon sagst."
Könnte ich da Nein sagen?
Okay, ich könnte, aber so grausam war ich dann auch wieder nicht.
Was aber nicht hieß, dass ich sie nicht noch ein bisschen ärgern konnte. "Du sagst mir nichts mehr und ich soll's trotzdem niemandem erzählen? Was ist denn das für eine Logik?"
"Milly, bitte!", flehte sie nachdrücklich.
"Okay. Ich will mal nicht so sein", gab ich nach und machte mich daran, das Zimmer zu verlassen. Halb wartete ich darauf, dass einer von beiden mich zurückhalten und mir doch noch alles erzählen würde, doch das taten sie nicht.

Alle Rechte bei Jessy

1 Kommentar 13.1.14 21:38, kommentieren

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Hey Leute! An diesem bei mir eher regnerischen Tag möchte ich euch sowohl das Buch, als auch den Film "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green näher bringen. Das Buch habe ich das erste Mal vor etwa zwei Jahren gelesen und fand es sofort super. Damals hatte ich es nur aus der Bücherei ausgeliehen, aber vor ein paar Tagen haben meine Schwester und ich uns das Buch gekauft. Das war kurz nachdem wir diesen unglaublich schönen Film dazu gesehen hatten. Es geht um die an Krebs erkrankte Hazel, die in einer Selbsthilfegruppe den charismatischen Augustus (Gus) kennen. Der siebzehnjährige (im Film 18 Jahre) hatte dank Knochenkrebs ein halbes Bein verloren, war aber seitdem krebsfrei. Sie freunden sich an und verlieben sich. Die Geschichte, wie die beiden schließlich zusammen nach Amsterdam reisen, wird mit einem unvergleichlichen Humor erzählt, der jedoch die Tragik nicht trübt. Der Film ist erstaunlich nah am Original und wirklich gut besetzt. Man nimmt den Schauspielern alles ab und die Schauplätze geben ein tolles Bild. Beides kann ich nur wärmstens empfehlen. Wer auf lustig und traurig steht sollte sich das unbedingt anschauen - und alle anderen auch Alles Liebe, Jessy

1 Kommentar 10.7.14 22:14, kommentieren

Zukunftsgedanke

Hey Leute

Erst einmal Danke an Stille für den Kommentar, aber ich muss dir sagen, dass das Gedicht nicht von mir ist. Es ist aus dem Buch "Vielleicht lieber Morgen" von Stephen Chbosky, aber es hat mir auch sehr gut gefallen. Es ist so anders als die anderen Gedichte, die man sonst so liest. Deshalb wollte ich es mit euch teilen.

Das heutige Gedicht ist von mir. Ich hab es geschrieben, als ich mir Gedanken über meine Zukunft gemacht habe, und daran fast verzweifelt bin

Ich hoffe, es gefällt euch und ihr lasst mir einen Kommentar da

Alles Liebe, eure Jessy

 

Denn es ist dieser Gedanke

Denn es ist dieser Gedanke

Der mir sagt

Es wird alles gut

Du wirst es schaffen

Du bist nicht allein auf dieser Welt

Du bist stark genug

Vertrau dir selbst

Sei du selbst

Mach dir nichts vor

Denn du wirst es schaffen

Du bist stark genug

Du bist gut genug

Du bist es wert

Allein dieser Gedanke

Zählt.

 

Alle Rechte bei Jessy

1 Kommentar 6.7.14 21:07, kommentieren